Bronzene Tierfigiirchen aus den japodischen Graberfeldern von Prozor und Kompolje

Autor/innen

  • Barbara Teßmann Institut fiir Prahistorische Archaologie der Freien Universitat zu Berlin

DOI:

https://doi.org/10.5644/Godisnjak.CBI.ANUBiH.37.4

Abstract

Kleine vollplastische Bronzetierfiguren mit Rtickenose sind auf der Lika-Hochebene eine haufige Beigabe in reichen Frauengrabern. Da diese Fundgattung bislang nur summarisch behandelt wurde, erscheint eine eingehende
Bearbeitung durchaus sinnvoll. An dieser Stelle sollen ruckwarts blickende Tierfiguren mit aufrecht stehendem und nach hinten geneigtem Schvvanz naher untersucht werden. F. Lo Schiavo untergliederte die Tierfiguren aus dem japodisch-liburnischen
Raum in vier Typen, wobei sie diese Figiirchen in ihrem Typ B zusammenfasste. G. Hiller beschrieb diese Figuren als Hundeanhanger. Die im Zweischalenguss aus Bronze hergestellten Tierplastiken besitzen auf dem Riicken zwei dicht neben einander liegende Osen. Der relativ lange Hals ist leicht gebogen und endet in einem riickwarts gerichteten Kopf mit geoffnetem Maul. Die Ohren sind plastisch herausgearbeitet, Augen sind jedoch nicht erkennbar. Die Beine sind gerade gearbeitet und zeigen keine anatomische Ausarbeitung. Vorder- und Hinterbeine sind deutlich von einander
getrennt. Der Korper ist ebenfalls gerade gearbeitet und zeigt keinen Bauch- oder Muskelansatz. Der hoch erhobene Schwanz ist, ahnlich wie der Kopf, leicht nach aufien gebogen und dann nach vorne gerichtet, so dass ein in sich symmetrischer Eindruck entsteht. Diese Tierfiguren erinnern in der Tat an Hunde mit hoch erhobenem, freudig wedelnden Schwanz. 

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Veröffentlicht

2024-07-26

Zitationsvorschlag

Bronzene Tierfigiirchen aus den japodischen Graberfeldern von Prozor und Kompolje. (2024). Godišnjak Centra Za balkanološka Ispitivanja, 37, 79-88. https://doi.org/10.5644/Godisnjak.CBI.ANUBiH.37.4